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Kupferdreh.
Um etwa 20 nach fünf begrüßte Schulleiterin Lis
Vincenz die Besucher offiziell und noch wie geplant zum Lichtfest
in der Hinsbeckschule an der Schwermannstraße.
Die Gäste verließen darauf die proppevolle Aula im
zweiten Stock, um die Projekte in den einzelnen Schulräumen
zu bestaunen, da ertönte
plötzlich ein Alarm.
Einen Moment dauerte es, bis allen klar
war, dass es sich um den Feueralarm handelte.
Dann wurde aber sofort und umgehend gehandelt und das Schulgebäude über
die ausgeschilderten Notausgänge schnell, aber ruhig verlassen.
Zwei Feuerwehrlöschzüge kamen um zirka
17.37 Uhr angerauscht,
als sich alle Gäste bereits auf dem Schulhof versammelt hatten.
Und bald darauf wurde schon klar: Falscher Alarm.
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Ein Feueralarm sorgte für Aufregung beim Lichtfest an der
Hinsbeckschule.
Foto: Arnold Rennemeyer |
| Die Feuerwehr
fand einen Feuermelder mit eingeschlagener Scheibe vor, der das
Signal aussendete. „Ich geh davon aus, dass das ein Schüler
war“,
so Frau Vincenz. Eben ein „kleiner, dummer Jungenstreich“.
Mit Verzögerung
also konnte schließlich das eigentliche Fest losgehen. Der
guten Stimmung hatte der falsche Alarm keinen Abbruch getan. So kehrte
schon bald die Beschaulichkeit und Freude ein, die eben zu so einem
vorweihnachtlichen Fest dazugehört. |

Foto: Holger Büchsenschütz |

Foto: Holger Büchsenschütz |

Foto: Holger Büchsenschütz |
In
der ersten Etage piekste der Younes (8) mit einem Zahnstocher
Löcher in eine Apfelsine, so dass er Nelkenkörner hineinstecken
konnte. „Das sind Haare“, ließ er seine Fantasie
spielen. Und was er mit seiner gut riechenden Duftorange machen
will, wusste er
auch: „Die leg’ ich
hin und es entsteht ein guter Duft.“ Vielleicht bekommt ja
auch seine Mutter ein wohl riechendes vorweihnachtliches Geschenk
von ihm? Als „Gemeinschaftsschule“ bezeichnet sich
die Hinsbeckschule offiziell. Das meint, dass hier mehrere Religionen
vertreten sind, also Katholiken, Protestanten
wie auch Muslime. „Deswegen feiern wir auch das Lichterfest“,
so Frau Vincenz, „und nicht ein rein christliches Weihnachtsfest.“
Lichterfroh waren denn auch die Fenster bei diesem interkulturellen
Fest ausgeschmückt. Und auch in den Klassenräumen spielte
das Licht eine zentrale Rolle. Tischlichter und Lichtkarten bastelten
die Kindern und verzierten Kerzen. Fabian (9) war derweil damit
beschäftigt, einen Stern
aus Wachs zu gießen. Dafür träufelte er den Wachs
einer brennenden Kerze in eine kleine Backform. „Man muss darauf achten, dass alles schön überall in die
Ecken reinkommt“, sagt er.
Fabian (9) ist einer der wenigen Schülern, der noch an der
Grundschule in Dilldorf unterrichtet wird, die ja bekanntlich zum
Ende dieses Schuljahres aufgegeben wird. Im nächsten Jahr
wird Fabian dann also die vierte Klasse an der Kupferdreher Hinsbeckschule
besuchen und jeden Tag einen dementsprechend langen Anfahrtsweg
auf sich nehmen müssen. Ein Umstand, von dem seine Oma und
alle Beteiligten natürlich nicht begeistert sind.
Aber Fabian bleibt zumindest mit seinen Klassenkameraden zusammen.
Zwei Klassen der dritten Jahrgangsstufe der Dilldorfer Grundschule
werden insgesamt in die
Hinsbeckschule integriert.
Und noch einen besonderen Anlass gab es beim Lichterfest zu feiern,
nämlich die von den Eltern neu eingerichtete Schulbücherei
im Dachgeschoss. Ehrenamtlich haben die Eltern hier neue Bücherregale
eingerichtet, die Wände gestrichen, ausreichend Beleuchtung
angebracht und Sitzkissen zum Lesen im Raum verteilt. 1700 Medien, inklusive Brettspiele, umfasst die
Bücherei, bei der alle Artikel sogar mittels Computer erfasst
worden sind. Jeden Dienstagvormittag stehen hier zwei Mütter
den Schülern mit Rat und Tat zur Seite und verwalten die Bücherei.
Am Ende des Lichterfestes gab es dann doch noch ein richtiges,
jedoch gefahrloses
Feuer zu bestaunen. Um 19 Uhr versammelten sich alle draußen
um ein offenes Feuer und ließen die Veranstaltungen singend
ausklingen.
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